Praxis für Naturheilkunde Sabine Keck

Die Planzen des Hintergrundfotos


In meinem ersten Artikel möchte ich Ihnen die Pflanzen vom Hintergrundbild meiner Homepage vorstellen.

Noch sieht man sie blühen, die Wegwarte (Cichorium intybus) - mit ihren blau-lila Blüten, unermüdlich bis in den Herbst hinein an Weg- und Straßenrändern . Bis zum Aufgehen der Blüte im Sommer bleibt sie weitgehend unscheinbar und unbeachtet.

In der Naturheilkunde wird die Wurzel der Wegwarte wegen ihrer Bitterstoffe geschätzt. Bitterstoffe lassen die Verdauungssäfte fließen und helfen bei mangelndem Appetit und Verdauungsbeschwerden. Inulin, ein weitere Inhaltsstoff, gehört zu den Ballaststoffen und unterstützt eine gesunde Darmflora.

Nicht angewendet werden sollte die Wegwarte jedoch bei Gallensteinen und einer Korbblütlerallergie.

Traditionell wurde und wird die Zichorienwurzel (Wegwartenwurzel) auch als Kaffeeersatz genutzt. Weitere bekannte „Verwandte“ sind der Radicchio, Chicoree und Zuckerhut. Diese Salate eignen sich wegen ihrer Bitterstoffe besonders gut als Vorspeise und unterstützen eine gute Verdauung.
Gedanken zur Wegwarte: Für uns Menschen ist das Warten und „scheinbar nicht beachtet werden“ manchmal schwierig auszuhalten. Die Wegwarte erinnert daran, dass solche Aus-Zeiten wichtig und lohnend sind, um neue Kraft zu schöpfen und dann mit neuer Kraft und „in voller Blüte“ wieder da zu sein.

Die große Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus) war Arzneipflanze 2013. Mit ihrem Gehalt an Senfölglykosiden wird die Kapuzinerkresse in der Erkältungszeit und begleitend bei Blasenentzündungen geschätzt. Weitere Inhaltsstoffe sind z.B. Vitamin C und B-Vitamine. Senfölglykoside werden über Lunge und Niere ausgeschieden und wirken gegen einige
Bakterien -, Virenarten und Pilze. In der Pflanze haben sie die Aufgabe Fressfeinde abzuwehren.

Aber auch in der Küche werden die frischen, scharf würzigen Blätter und Blüten gerne verwendet. Außerdem sind sie sehr dekorativ. Probieren Sie doch mal Ihren Salat mit Kapuzinerkresse „aufzupeppen“, eine Kräuterbutter mit Blättern und Blüten oder ein Pesto herzustellen:
30 – 50 g Kapuzinerkresse (Blätter und Blüten), 2 Esslöffel gehackte Nüsse, Mandeln, Kürbiskerne……. (je nach Belieben) und 1-2 Zehen Knoblauch im Mixer oder Blitzhacker zerkleinern, mit kaltgepresstem Oliven- , Walnuss- oder Kürbiskernöl zu einem Pesto rühren. Je nach Geschmack können Sie auch noch etwas geriebenen Parmesan dazugeben oder nur mit Salz würzen.
Pesto kann man übrigens auch mit vielen anderen Kräutern, wie Petersilie, Bärlauch, Basilikum, Rucola…….. herstellen. Es schmeckt nicht nur als gesunde Beilage zu Nudel- Reis- und Kartoffelgerichten, sondern auch als Brotaufstrich und Salatwürze.
Viel Spaß beim Experimentieren und Guten Appetit !

Quelle Pflanzenportraits: Praxis Lehrbuch der modernen Heilpflanzenkunde, Ursel Bühring

Veröffentlicht am 28. September 2016
Tags: